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10 einfache Maßnahmen, mit denen Sie die Barrierefreiheit Ihrer Inhalte sofort verbessern können

Veröffentlicht von: Dave Jones am 21. August 2026

Viele Menschen verbinden Barrierefreiheit damit, Bilder mit Alternativtext zu versehen. Alternativtext ist zwar wichtig, stellt jedoch nur einen kleinen Teil der Erstellung von Inhalten dar, die Menschen wahrnehmen, verstehen und effektiv nutzen können.

Barrierefreiheit zeigt sich in den Details: Dokumentstruktur, Typografie, Farbwahl, Linktexte, Lesereihenfolge und das Verhalten von Medienelementen. Die folgenden Korrekturen können Autoren, Designern, Marketingfachleuten und Webadministratoren dabei helfen, häufige Barrieren vor der Veröffentlichung zu beseitigen.

1. PDFs exportieren, anstatt als PDF zu drucken

Das Drucken eines Dokuments als PDF („Datei > Drucken > Als PDF speichern“) scheint zwar das gleiche Ergebnis zu liefern wie das Exportieren des Dokuments. Allerdings können bei einem Druckvorgang strukturelle Informationen wie Tags, Lesereihenfolge, Links und Alternativtext verloren gehen oder nicht übernommen werden.

Für stärkere Dokumentenzugänglichkeit, verwenden Sie einen Export- oder „Speichern unter“-Vorgang, der darauf ausgelegt ist, die Dokumentstruktur zu erhalten. Überprüfen Sie anschließend die resultierende PDF-Datei, um sicherzustellen, dass Überschriften, Links, Bilder und die Lesereihenfolge für assistive Technologien weiterhin verfügbar sind.

Probieren Sie Folgendes aus: Wählen Sie eine Exportoption, die ein mit Tags versehenes PDF erstellt, anstatt den Druckdialog zu verwenden. Die genauen Menübezeichnungen variieren je nach Autorentool; überprüfen Sie daher immer das fertige PDF, anstatt davon auszugehen, dass die Tags beibehalten wurden.

2. Überprüfen Sie den Kontrast, auch wenn der Text groß ist

Größerer Text ist zwar leichter zu lesen, aber die Schriftgröße allein reicht nicht aus, um jede Farbkombination barrierefrei zu gestalten. Der Kontrast hängt vom Helligkeitsunterschied zwischen dem Text und seinem Hintergrund ab.

WCAG 2.2 legt unterschiedliche Mindestkontrastverhältnisse für normalen und großformatigen Text fest. Normaler Text benötigt in der Regel ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, während großformatiger Text in der Regel mindestens 3:1 benötigt. Großformatiger Text ist definiert als 18 Punkt oder größer bzw. 14 Punkt oder größer in Fettdruck, mit entsprechenden Pixelwerten je nach Anzeigeumgebung.

Probieren Sie Folgendes aus: Überprüfen Sie Text, Symbole, Formularbezeichnungen und andere aussagekräftige visuelle Elemente mit unserem Farbkontrastprüfer. Verlassen Sie sich nicht allein auf eine größere Schriftgröße, um einen geringen Kontrast auszugleichen.

3. Geben Sie Dokumenten einen aussagekräftigen Titel und verwenden Sie eine H1-Überschrift

Ein Dokumenttitel und eine H1-Überschrift dienen unterschiedlichen Zwecken. Beide helfen den Lesern zu verstehen, was sie lesen, sind jedoch nicht austauschbar.

Der Dokumenttitel ist eine Metadatenangabe. Ein Screenreader kann ihn ansagen, wenn jemand die Datei oder den Browser-Tab öffnet. Die H1-Überschrift ist Teil der sichtbaren Inhaltsstruktur und führt in das Hauptthema der Seite oder des Dokuments ein.

Probieren Sie Folgendes aus: Legen Sie in Ihrem Autorentool oder in den PDF-Eigenschaften einen eindeutigen Dokumenttitel fest, zum Beispiel “Leitfaden zu Sozialleistungen 2026”. Verwenden Sie dann eine H1-Überschrift, die dem Thema entspricht oder es genau widerspiegelt. Vermeiden Sie vage Titel wie “Dokument1” oder “Endfassung”.”

4. Verwenden Sie bei den meisten Inhalten, die von links nach rechts verlaufen, linksbündigen Text.

Text, der an beiden Rändern gleichmäßig ausgerichtet ist, kann an beiden Seiten eines Absatzes einen ordentlichen Rand bilden. Bei einem Blocksatz wird diese Ausrichtung jedoch durch die Anpassung der Abstände zwischen den Wörtern erreicht, was zu ungleichmäßigen Lücken auf der Seite führen kann.

Diese Lücken können sichtbare vertikale Muster bilden, die als “Flüsse” aus Leerraum bezeichnet werden. Diese „Flüsse“ können es erschweren, den Faden von einem Wort oder einer Zeile zur nächsten zu verfolgen, insbesondere für Menschen mit Legasthenie, für die dichte oder ungleichmäßige Textlayouts ohnehin schon eine Herausforderung beim Lesen darstellen.

Probieren Sie Folgendes aus: Verwenden Sie für Englisch und andere Sprachen, die von links nach rechts geschrieben werden, linksbündigen Text. Verwenden Sie bei Sprachen, die von rechts nach links geschrieben werden, gegebenenfalls rechtsbündigen Text. Dadurch wird ein einheitlicherer Wortabstand gewährleistet und ein besser vorhersehbares Leseerlebnis gefördert.

5. Verwende Emojis gezielt und nicht nur als Verzierung

Emojis können, wenn sie sorgfältig eingesetzt werden, dem Text mehr Ausdruck und Persönlichkeit verleihen. Allerdings kann es vorkommen, dass ein Bildschirmleseprogramm die Textbeschreibung jedes Emojis vorliest, was den Sinn eines Satzes unterbrechen kann.

Eine Reihe sich wiederholender Emojis kann für Nutzer von assistiver Technologie unnötige Störungen verursachen. Emojis sollten zudem keine Wörter ersetzen, die wichtige Informationen enthalten.

Probieren Sie Folgendes aus: Verwenden Sie Emojis sparsam und setzen Sie sie nach Möglichkeit am Ende eines Satzes ein. Vermeiden Sie es, sie zwischen Wörtern zu platzieren, dasselbe Emoji mehrmals zu wiederholen oder ein Emoji als einzigen Hinweis auf einen Status oder eine Anweisung zu verwenden.

6. Artefakt: Wiederholte Kopf- und Fußzeilen in PDF-Dateien

Seitenzahlen, Kopf- und Fußzeilen können sehenden Lesern helfen, sich in einem langen Dokument zurechtzufinden. Werden diese Elemente in einer PDF-Datei jedoch nicht korrekt verarbeitet, kann es vorkommen, dass ein Bildschirmleseprogramm auf jeder Seite denselben Inhalt vorliest.

Diese Wiederholungen können den Hauptinhalt unterbrechen und dazu führen, dass sich ein Dokument länger und unübersichtlicher anfühlt. Auch dekorative Rahmen und Hintergrundelemente können ähnliche Ablenkungen verursachen, wenn sie in die Lesereihenfolge einbezogen werden.

Probieren Sie Folgendes aus: Während PDF-Sanierung, Kennzeichnen Sie rein dekorative oder sich wiederholende Seitenelemente als Artefakte, damit assistive Technologien diese überspringen können. Stellen Sie sicher, dass wichtige Informationen, wie beispielsweise ein eindeutiger Kapitelüberschrift oder ein rechtlicher Hinweis, verfügbar sind, wenn Nutzer sie benötigen.

7. Verwenden Sie Farbe niemals als einziges Mittel zur Vermittlung von Bedeutung

Farben können Nutzern dabei helfen, Informationen schnell zu erfassen. Sie werden jedoch zu einem Hindernis, wenn die Farbe die einzige Möglichkeit ist, einen Fehler, einen Status, eine Kategorie oder eine erforderliche Maßnahme zu erkennen.

Es kann vorkommen, dass Nutzer Inhalte mit unterschiedlicher Farbwahrnehmung, kontrastreichen Einstellungen, Graustufen-Displays oder bei schlechten Lichtverhältnissen betrachten. Eindeutige Begriffe, Symbole, Muster und Beschriftungen vermitteln Informationen, die durch Farbe allein nicht vermittelt werden können.

Probieren Sie Folgendes aus: Kombinieren Sie die Farbe mit einem weiteren eindeutigen Hinweis. Zeigen Sie beispielsweise nicht nur einen roten Rahmen um ein Pflichtfeld im Formular an, sondern fügen Sie zusätzlich ein Fehlersymbol und einen Text wie “Fehler: Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein” hinzu.”

8. Ersetzen Sie “Hier klicken” durch einen aussagekräftigen Linktext

Links sollten den Nutzern vermitteln, wohin sie führen oder welche Aktion sie ausführen können. Allgemeine Formulierungen wie “Hier klicken” und “Weiterlesen” zwingen die Leser dazu, den umgebenden Text nach dem Kontext zu durchsuchen.

Viele Bildschirmleser Die Nutzer navigieren durch eine Liste von Links. Eine Liste mit identischen Bezeichnungen gibt keinen Aufschluss über den Zweck der einzelnen Ziele.

Probieren Sie Folgendes aus: Verfassen Sie Linktexte, die für sich genommen Sinn ergeben. Verwenden Sie beispielsweise “Laden Sie den Leitfaden zur Barrierefreiheit 2026 herunter” anstelle von “Klicken Sie hier zum Herunterladen”. Beschreibende Links helfen den Nutzern zudem dabei, Inhalte effizienter zu überfliegen.

9. Blendung reduzieren, ohne die Lesbarkeit zu beeinträchtigen

Reinweiße Hintergründe (#FFFFFF) können auf manche Leser hell oder unangenehm wirken, insbesondere bei längeren Lese-Sitzungen. Menschen mit Lichtempfindlichkeit, Migräne, Legasthenie oder anderen besonderen Anforderungen an die visuelle Wahrnehmung bevorzugen möglicherweise eine weniger intensive Darstellung.

Es gibt jedoch keine einheitliche Hintergrundfarbe, die für alle am besten geeignet ist. Ein cremefarbener oder heller, neutraler Hintergrund kann eine sinnvolle Gestaltungsmöglichkeit sein, vorausgesetzt, der Text erfüllt weiterhin die Kontrastanforderungen und die Nutzer können ihre eigenen Anzeigeeinstellungen vornehmen.

Probieren Sie Folgendes aus: Wählen Sie für längere Texte sanfte, neutrale Hintergründe wie beispielsweise gebrochenes Weiß, Hellgrau oder Creme. Achten Sie auf einen ausreichenden Kontrast zwischen Text und Hintergrund und vermeiden Sie es, eine bestimmte Farbwahl als universelle Lösung zu betrachten.

10. Den Nutzern die Steuerung von Medien und Bewegungen ermöglichen

Automatisch abspielende Audiodateien können sich mit der Sprachausgabe eines Screenreaders überschneiden, wodurch beide Quellen schwer oder gar nicht zu verstehen sind. Unerwartete Bewegungen können Nutzer zudem ablenken oder bei Menschen mit Gleichgewichtsstörungen oder Bewegungsempfindlichkeit Unbehagen auslösen.

Medien sollten den Inhalt unterstützen und dem Leser nicht die Kontrolle entziehen. Klare Steuerungsmöglichkeiten und vorhersehbares Verhalten ermöglichen es den Nutzern, sich nach ihren eigenen Vorstellungen einzubringen.

Probieren Sie Folgendes aus: Starten Sie Audio- oder Videodateien nicht automatisch mit Ton. Stellen Sie sichtbare, über die Tastatur bedienbare Steuerelemente zum Abspielen und Anhalten bereit und beachten Sie die Einstellungen des Browsers oder Geräts, die eine Reduzierung der Bewegungselemente vorsehen.

Barrierefreiheit in alltägliche Inhalte integrieren

Barrierefreie Inhalte entstehen durch bewährte Vorgehensweisen: die Beibehaltung der Dokumentenstruktur, die Wahl einer gut lesbaren Typografie, das Verfassen aussagekräftiger Links und die Möglichkeit für Nutzer, selbst zu bestimmen, wie sie Inhalte erleben.

Diese zehn Verbesserungen werden zwar nicht alle Barrieren für die Barrierefreiheit beseitigen, bieten jedoch eine solide Grundlage für inklusivere Websites, Dokumente, Kampagnen und digitale Erlebnisse. Kleine, konsequent umgesetzte Maßnahmen können für echte Nutzer einen bedeutenden Unterschied machen.

Kontakt zu GrackleDocs um Ihre Fragen zur Barrierefreiheit von Inhalten zu besprechen oder fachkundige Unterstützung bei der Erstellung benutzerfreundlicherer, inklusiverer digitaler Inhalte zu erhalten.

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